Ostsee Sturm Usedom
Nach Ostseesturm bei Zempin

Sturm an Ostsee Usedom Mecklenburg Vorpommern

Regelmäßig treten im Jahr kräftige Stürme an der Ostsee auf. Besonders im Spätherbst ist mit solchen Naturereignissen zu rechnen. Bei Damerow wurden in vergangenen Zeiten schon mehrmals die Dünen und Deiche durchbrochen und die Ostsee trat eine Verbindung mit dem Achterwasser ein. 1872 und 1875 traten Stürme in solcher Stärke auf, sodass der Ort Damerow auf Usedom aufgegeben wurde. Auch in Loddin traten Hochwasser infolge von starken Orkanen Sylvester 1913/1914 auf, dabei wurde der Kölpinsee durch die Ostsee geflutet und das Ostseewasser lief wieder in das Achterwasser. In der Silvesternacht wurden auch Teile der Promenade von Bansin zerstört. Deshalb wurde 1928 ein Schutzdeich von Kölpinsee nach Stubbenfelde gebaut. Wenn der Sturm sich beruhigt hat, ist es die beste Zeit zum Bernstein sammeln. Während der Sommersaison dienen abgerutschte Bäume zum trocken von Badehosen und Handtüchern. Viele Steine werden nach einem Sturm freigelegt. Der Lange Berg verliert durchschnittlich einen halben Meter pro Jahr. Der Sand verbreitert den Swinemünder Strand. Fischer können bei disem Wetter nicht mehr zum Fischfang auf die Ostsee fahren.

Bansin Sturm an der Ostsee

Blick von der Seebrücke Bansin auf den Fischerstrand und die Hotels direkt an der Promenade. Die Ostseewellen gehen bis zu den Stranddünen. Die Fischer haben ihre Boote an Land so weit wie möglich hochgezogen. Auch wenn das Wetter an Ostsee einmal nicht so schön ist, lohnt es sich einen Strandspaziergang zu machen.

Hochwasser Usedom überschwemmter Strand

Blick Richtung Strand Heringsdorf. Das Wasser der Ostsee geht bis an die Dünen, manchmal bei besonders kräftigen Stürmen gibt es kaum Platz für einen Spaziergang.

Sturm auf Usedom

Unterhalb vom Langen Berg. Auf dem Bild ist zu sehen, wie die Steilküste von Bansin immer weiter abgetragen wird. An dieser Stelle ist der Strand bei ruhigem Wetter rund 70 m breit. Im Sommer befindet sich hier der Badestrand vom Hotel langen Berg..

Usedom zerstörte Küste zwischen Bansin und Ückeritz

So sieht es noch einem Sturm an der Küste bei Bansin aus.

Nach dem Sturm in Heringsdorf

Nach dem Sturm in Heringsdorf waren mehrere Strandzugänge gesperrt. Durch den sandabtrag entstehen neue "Steilküsten".

Seebrücke Bansin nach Sturm geschlossen

Auf Seebrücken, welche relativ niedrig über dem Meeresspiegel gebaut wurden, werden durch die Kraft der Wellen oft Holzbohlen rausgerissen und müssen dann für Besucher gesperrt werden. Nur noch Enten können gefahrlos den Seesteg betreten.

Am 10.1.2010 gab es ein größeres Sturmtief Daisy, welches auch auf Usedom größere Schäden anrichtete. Auf Usedom wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Der Schulbetrieb wurde 2 Tage eingestellt. Mehrere Orte waren durch Schneewehen von der Außenwelt abgeschnitten.

Am 23.08.2010 trat eine Windhose auf Usedom auf. Der Wirbelsturm richtete größere Schäden auf dem Nepperminer Campingplatz im Usedomer Hinterland an. Die Schäden vom Tornado auf dem Zeltplatz sollen über 10 000 Euro betragen haben.