Gedenkstätte Golm auf der Insel Usedom Kamminke
Die Gedenkstätte auf dem Golm liegt in der Nähe von Kamminke. Über 23000 Menschen fanden auf dem Golm ihre letzte Ruhe. Neuere Forschungen gehen aber zur Zeit von weniger Toten aus. 1943 wurde auf dem Golm ein Soldatenfriedhof angelegt, für verstorbene Soldaten aus Swinemünder Lazaretten, von den Lazarettschiffen, Opfer von Flugzeugabstürzen, aus einem versenkten U-Boot und von anderen Kriegsschiffen. Am 12. März griffen 671 amerikanische Bombenflugzeuge Swinemünde an. Die Stadt war überfüllt mit Flüchtlingen. Mehr als 20000 Menschen starben in den Mittagsstunden. Über 20000 tote Menschen wurden mit Pferdewagen und Lastkraftwagen zum Golm gebracht. Die meisten Menschen wurden in großen Gemeinschaftsgräbern bestattet. Auf Bronzetafeln sind 1667 bekannte Namen von Verstorbenen aufgezeichnet. Ab 1. März 2000 wurde die Kriegsgräberstätte vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge übernommen. In der Begegnungsstätte, in der ehemaligen Schule in Kamminke befindet sich ein Archiv zur Geschichte der Kriegsgräberstätte Golm. In der Jugendbegegnungsstätte finden Veranstaltungen zum Thema Geschichte des Golms statt und es gibt Übernachtungsmöglichkeiten für interessante Klassenfahrten.
Golm Friedhof. Im Vordergrund ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Ereignisse in Swinemünde zu sehen. Bei unserem letzten Besuch der Kriegsgräberstätte im Herbst 2010 in Kamminke waren die Erinnerungstafeln entfernt worden. Der Grund könnte sein, weil die Gedenktafeln aus Bronze sind, könnten sich eventuell Sammler dafür interessieren.
In dieser Ausstellung können sie sich über die Geschichte des Golms informieren. Aufgezeigt werden auch viele Orte auf Usedom, welche militärisch genutzt wurden.
Der Bansiner Bildhauer Rudolf Leptien schuf 1952/53 die Plastik "Die frierende Frau im Soldatenmantel". Diese Frau durfte damals nicht aufgestellt werden. weil der Bildhauer Leptien nach Westberlin gegangen war. 1984 wurde Sie auf Leptiens Grundstück in Bansin gefunden und auf dem Golm gestellt. (29) 1975 errichtete der Rostocker Bildhauer Wolfgang Eckhard den Rundbau aus Beton. "Das nie mehr eine Mutter mehr ihren Sohn beweint", dieser Spruch von Johannes R. Becher sollte alle Menschen zum nachdenken anregen.
Blick über den Friedhof. Im Hintergrund ist die Ausstellung über die Geschichte des Golms zu sehen.

