Das Schwarze Herz bei Korswandt Insel Usedom
Das schwarze Herz liegt etwas versteckt im Wald von Korswandt. Vom Wolgastsee geht es durch den Forst in Richtung Garz. Der See ist mein persönlicher Favorit. Im Frühling, wenn die Bäume noch nicht belaubt sind und die Mücken noch Winterschlaf halten, lässt es sich wunderbar am Ufer in der Sonne sitzen. Wahrscheinlich kommt der Name des Sees daher, dass die Bäume bis zum Rand stehen und das Wasser deshalb dunkel aussieht. Das Gewässer hat eine Fläche von rund 1,5 Hektar. Im See darf geangelt werden. Ob es sich aber lohnt die Angel auszuwerfen ist mir nicht bekannt. Auf alten Landkarten aus dem 17. Jahrhundert hatte das Schwarze Herz einmal eine Verbindung mit dem Wolgastsee. Heute ist nur noch ein kleiner Graben vorhanden, aus dem der Waldsee bei Hochwasser entwässert werden kann. Ab 1750 wurde mit dem Bau eines Entwässerungsgrabens vom Kachliner See bis zum Wolgastsee mit Abfluss über den Zerninsee in das Haff durch Landbaumeister Knüppel begonnen. Der Kanal wurde als Knüppelgraben bezeichnet.
Bei unserem Besuch war der Steg beschädigt.
Der Schwarze See bei Korswandt, ein beliebtes Wanderziel im Usedomer Hinterland. Vom Parkplatz am Wolgastsee kann man mit der ganzen Familie eine Wanderung im Forst unternehmen. Den Spaziergang kann man im Kaffee Idyll am Wolgastsee ausklingen lassen. Im zeitigen Frühjahr laichen im Gewässer viele Kröten. Mir scheint aber, das die Anzahl, der Lurchen sehr zurückgegangen ist. Sie können auf dem Weg von Korswandt nach Kamminke weiter zum Golm wandern und dort auf Swinemünde und die pommersche Bucht blicken.