Salzhütten in Koserow an der Ostsee Usedom
In der Nähe der Seebrücke von Koserow stehen die Salzhütten. Sie zeugen davon, das früher der Fischfang die Lebensgrundlage der Menschen auf Usedom war. Die Salzhütten entstanden um 1820 zur Lagerung von steuerfreiem Salz zur Haltbarmachung von Fisch. Hering verdirbt sehr schnell, je wärmer die Lufttemperatur ist. Salzhering ist dagegen sehr lange haltbar, nur der Geruch der gesalzenen Heringe ist nicht jedermanns Sache. Preislich ist der Hering ein günstiges Nahrungsmittel. Nur der Transport über längeren Strecken war damals schwierig. Der Hering wurde deshalb in Holztonnen mit Salz haltbar gemacht.
Nun konnte der günstige Hering von der Insel Usedom nach Berlin transportiert werden. Pellkartoffeln mit Salzhering ist auch heute noch ein preiswertes Essen. Die Häuser sind mit Schilfrohr gedeckt, welches im Winter, wenn die Seen zugefroren sind, geschnitten wird.
Die Fische wurden unter staatlicher Aufsicht mit steuerfreiem Steinsalz gesalzen und verpackt. Die Salzhütten hießen früher Heringspackhütten. Die Salzhütten von Koserow stehen unter Denkmalschutz. Heute dienen sie nur noch als Verkaufsbuden für Touristen.
Sturmfluten 1872 und 74 zerstörten die Hütten in den Stranddünen von Koserow. Um 1900 entstanden Nachbauten. Weitere Salzhütten befinden sich in Zempin.


