Erdölförderung auf dem Gnitz Insel Usedom

Seit dem 20.3.1966 wird auf dem Gnitz Erdöl gefördert. Damals wurden im Jahr rund 220000 Tonnen aus 21 Förderstellen auf der Halbinsel gefördert. 2006 sind noch 7 Pumpanlagen in Betrieb, welche rund 8000 Tonnen schwarzes Gold aus einer Tiefe von 2600 Metern fördern. Seit der Gründung bis zum Jahr 2006 wurden rund 1,3 Millionen Tonnen Erdöl aus der Erde geholt. Das Erdöl wird heute zur Raffinerie nach Schwedt mit Tankwagen gebracht und dort weiter verarbeitet. Im Hafen von Netzelkow auf dem Gnitz wurde damals (1969) das Erdöl mit einem Schiff Namens Löbau zum Hafen in Anklam verschifft. Zur DDR Zeiten standen auch an anderen Stellen auf Usedom Bohrtürme, am Schloonsee in Bansin und in den Dünen am Grenzübergang in Ahlbeck. Aus dieser Zeit ist die Plattenstraße vom Grenzparkplatz Ahlbeck zum Hundestrand. Die Erdgas Förderung am Schloonsee in Bansin sollte nach der Wende wieder aktiviert werden. Es gab aber Proteste, hauptsächlich aus der Tourismusbranche.

Erdöl Gnitz Insel Usedom

Erdölpumpe auf dem Gnitz. Zu DDR Zeiten wurde der Hafen in Netzelkow ausgebaut und das Öl mit Schiffen zur Verarbeitung in die Raffinerie gebracht. Die Insel Görmitz wurde mit einem Erddamm verbunden, damit die Bohrtechnik auf die Insel transportiert werden konnte.

Erdöl Gnitz auf Usedom

Eine Gestängetiefpumpe wird gebraucht, wenn das Erdöl nicht von alleine durch natürlichen Überdruck an die Erdoberfläche kommt. Von manchen werden diese Pumpen auch als Pferdekopfpumpen bezeichnet. Damit kann das Öl, aus bis zu 2500 Metern Tiefe, gefördert werden. Die Pumpen laufen relativ langsam.

Erdölbpohrung Usedom

Im Jahr 2011 wurde mit einer Probebohrung bei Pudagla auf Usedom begonnen. Durch diese Bohrung soll geprüft werden, ob eine wirtschaftliche Förderung von Erdöl auf Usedom möglich ist.