Naturschutzgebiete auf Usedom und Wollin Übersicht
Große Teile der Insel Usedom gehören zum Naturpark Insel Usedom, welcher im Jahr 1999 festgelegt wurde. Die Fläche des Parkes beträgt 632 km². In der Stadt Usedom gibt es ein Naturparkzentrum. Dort erhalten sie Informationsmaterial und im ehemaligen Bahnhof befindet sich eine kleine Ausstellung, wo Sie sich über die Natur der Insel Usedom Informieren können. Eine weitere interessante Ausstellung für Naturfreunde befindet sich in Karlshagen im Naturschutzzentrum an der Promenade. Ausgestellt in Vitrinen sind viele Seevögel, welche an der Usedomer Küste leben. Ein Eintritt für die Naturausstellung wird nicht verlangt. Insgesamt sind auf der Insel Usedom 14 Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die Vogelinseln Böhmke und Werder im Nepperminer See sind die Brutheimat vieler seltener Vogelarten an der Ostseeküste. Mit etwas Glück kann man einen Seeadler auf den beiden Ostseeinseln sehen. Im Winter können größere Ansamlungen des seltenen Seeadlers beobachtet werden. Wer noch nie den imposanten Adler gesehen hat, im Naturpark Informationszentrum in der Stadt Usedom ist ein ausgestopfter Seeadler zu sehen. Auf der Insel Wollin gibt es den Nationalpark Wollin, wobei sich in Misdroy eine Ausstellung zur Information über den Naturpark befindet. In Freiflug Vitrinen können Vögel im Flug beobachtet werden. In den Ausstellungsräumen des Nationalparkmuseums ist die Bernstein Sammlung und viele andere Tierpräparate interessant. Bei Kaseburg befindet sich ein Vogelschutzgebiet, besonders zur Zeit des Vogelzuges im Herbst und Frühling eine Empfehlung für Vogelbeobachter. Auf der Insel Usedom sollen über 123 Vogelarten bei Vogelzählungen nachgewiesen worden sein. Beobachtet wurden das Schwarzkehlchen und die seltene Beutelmeise. Brandgänse, welche besonders auf dem Gosim beobachtet werden konnten, sind wahrscheinlich auf Usedom nicht mehr vorhanden. Ich denke ich übertreibe nicht, die beiden Insel sind für Naturfreunde ein Eldorado. Die Exkursionen können sie am Besten mit einem Fahrrad unternehmen.
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Orchideen sind gar nicht so selten auf Usedom und Wollin. Am Gothensee und dem Streckelsberg blühen unter anderem Orchideen. Auf der polnischen Insel Wollin wurde versucht, den Uhu im Nationalpark wieder anzusiedeln. Mit etwas Glück kann man seinen Ruf in den Abendstunden hören. Zwischen den Eisenträgern der Eisenbahnbrücke in Karin brüten mehrere Turmfalken. Gute Beobachtungsmöglichkeiten für Enten ergeben sich von den Seebrücken zur zeit des Frühjahrszuges, wenn die heimischen Gewässer noch zugefroren sind. Dann sind oft größere Trupps auf der Nahrungssuche beim Tauchen zu beobachten.
Graugänse brüten in mehreren Naturschutzgebieten auf Usedom und Wollin. Auf den Wiesen am Gothensee kann man im Frühjahr äsende Gänse mit Jungen beobachten. Mit einem starken Fernglas stört man die Vögel bei der Beobachtung nicht.
Verschiedene Schmetterlingsarten können beobachtet werden.
Die Lachmöve gehört zu den häufigsten Möven Arten an der Ostsee. Regelmäßig brütet sie auf den Inseln Usedom und Wollin. Eine große Kolonie befindet sich im Nepperminer See. Versteckt hinter einen Schilfgürtel brüten im Naturschutzgebiet Inseln Böhmke und Werder mehrere Tausend Brutpaare an Lachmöven. Auch seltene Vogelarten, wie den Austernfischer und die Bartmeise kann man in diesem Gebiet beobachten.