Festungsbauten Swinemünde Insel Wollin Polen
Die Mörserbatterie wurde von 1908-10 gebaut. Sie diente zum Schutz der Mündung der Swine vor feindlichen Panzerschiffen. 6 Bronzemörser von Krupp, mit einem Durchmesser von 210 Millimeter, waren aufgestellt. Teile der Festung waren mit einer Schmalspurbahn zur Versorgung mit Munition verbunden. Da in Swinemünde ein neuer Hafen für Gastanker gebaut wird, könnten Teile des rund 4 Kilometer langen ausgeschilderten Lehrwegs aufgelöst oder durch Zäune abgesperrt werden. Wäre eigentlich schade, wenn das gut erhaltene militärische Denkmal der Militärarchitektur verschwinden würde. An wichtigen Punkten sind Hinweisschilder mit Erklärungen aufgestellt, teilweise in deutscher Sprache.
Vom Leuchtturm Swinemünde hat man einen Überblick über die Festungsanlagen an der Swinemündung.
Alte Unterstände in der Nähe von Swinemünde, Ostseite Swine.
Die "Glocke" ist rund 30 m hoch. Der Turm in den Sanddünen auf einem Hügel in rund 700 Meter von der Ostseeküste entfernt, darf nicht öffentlich bestiegen werden und dient seit 2001 als Feuerbeobachtungsturm bei Waldbrandgefahr. Erbaut wurde der stark gepanzerte Turm im Jahre 1938 bis 1939 als Feuerleitstelle der Küstenbatterie Göben mit 3 mal 283 mm Geschützen. Im ersten Stock war der Technikraum, im 2. der Kommandostand, im 3. Sozialräume, im 4 - 7 befanden sich die Besatzungsräume. Ganz an der Turmspitze stand ein optischer Entfernungsmesser. Der Turm ist der einzige dieser Bauart an der polnischen Ostseeküste. Die Metallkonstruktion oben, welche den Turm sein futuristisches Aussehen verleiht, wurde erst im Jahre 2001 errichtet. Demnächst sollen hier Ausstellungsräume und eine Gaststätte eingerichtet werden. Weitere Bestandteile der Verteidigungsanlagen Engelsburg Swinemünde und Seefestung Swinemünde an der östlichen Seite der Swine. Betrieben wird das Denkmal der deutschen Militärarchitektur von der polnischen Forstverwaltung in Misdroy.
Stellungen der ehemaligen Küstenbatterie in Swinemünde an der Ostseeküste. Die Strandstellung soll von 1909 bis 1910 gebaut worden sein. Die Kanonenstellung hatte einen großen Wirkungsbereich von 20 Kilometern in Richtung Ostsee. Mit der Verteidigungsanlage sollte die Hafeneinfahrt Swinemünde geschützt werden.