Kamminke auf Usedom Grenze zwischen Deutschland und Polen

Aus der Geschichte von Kamminke Insel Usedom

Kamminke ist ein altes Fischerdorf am Stettiner Haff auf der Insel Usedom. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten viele Einwohner vom Fischfang. Danach begann der Tourismus, an Bedeutung zu gewinnen. Heute gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten in Kamminke am Großen Haff.

1263 Die erste schriftliche Überlieferung stammt aus dem Jahre 1263, als Michael von Kameke sechs Hufe Land an das Kloster Grobe verkaufte.
1307 Peter von Kameke verkauft das ganze Dorf an das Kloster Grobe.
ab 1648 Kamminke gehört zu Schweden.
ab 1720 gehört die Region zu Preußen.
ab 1815 Provinz Pommern in Preußen.
ab 1818 - 1945 Landkreis Usedom-Wollin mit Sitz in Swinmünde im Regierungsbezirk Stettin.
1894 Ein Haltepunkt der Eisenbahn entsteht unterhalb vom Golm an der Eisenbahnlinie nach Swinemünde.
Blick von Polen Friedrichsthal auf Kamminke
Blick von Friedrichstal, den Nachbarort auf Kamminke zum Ende der DDR-Zeit, auf Kamminke.
1910 Gründung einer Gewerkschaftsgruppe der Bauarbeiter.
1918 14 Kamminker Einwohner sterben im 1. Weltkrieg
1937 Das C im Ortsnamen wird durch ein K ersetzt.
1938 Der heutige Hafen wird gebaut
1943 Auf dem Golm wird ein Friedhof für Marinesoldaten und ihm gegenüber ein Friedhof für die Angehörigen anderer Waffengattungen angelegt.
12.3.1945 Bomben Angriff auf Swinemünde. 671 Flugzeuge 1609 Tonnen Bomben töten in den Mittagsstunden mehr als 23000 Menschen. Über 20000 Tote werden vermutlich auf dem Golm beerdigt. Das Inferno für die Überlebenden muss unvorstellbar gewesen sein.
1945 25 Einwohner aus Kamminke sterben im 2.Weltkrieg.
1945 -1952 Landkreis Usedom von 1945 bis März 1946 war Bansin Kreissitz danach bis 1952 Ahlbeck im Land Mecklenburg.
1948 47 Fischer schließen sich zu einer Genossenschaft zusammen.
1953 auf dem Golm wird die frierende Frau im Soldatenmantel vom Bildhauer Leptien aus Bansin geschaffen.
1954 Auf dem Golm wird ein 13 m hohes Holzkreuz zu Erinnerung an die Bombenopfer, zur nächtlicher Stunde abgesägt.
1964 Auf der Mole entsteht ein Gebäude zur Fischverarbeitung und bietet Arbeit für 25 Menschen
1969/70 Eisschollen zerstören die Mole und Gebäude am Hafen.
1975 Wurde durch den Rostocker Bildhauer Wolfgang Eckhard aus Rostock der zweigeteilte Rundbau als Gedenkstätte auf dem Golm geschaffen. "Das nie mehr eine Mutter eine Sohn beweint" von Johannes R. Becher, soll die Menschen über Kriege nachdenken lassen.
12.3.1992 Interessengemeinschaft Gedenkstätte Golm e.V. wird gegründet. 16 Gründungsmitglieder
1992 viele Wohnhäuser konnte durch Städtebauförderung im Fischerdorf saniert werden.
1993 Schiffslinie von Kamminke nach Swinemünde durch die Inselreederei und Halligreederei Sven Paulsen.
ab 1994 Landkreis Ostvorpommern mit Sitz in Anklam.
1995 Die Kriegsgäberanlage auf dem Golm wird mit 500000 DM umgestaltet.
1.3.2000 Die Kriegsgräberanlage auf dem Golm geht in Trägerschaft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge über.
2002 In Kamminke gibt es nur noch 4 hauptberufliche Fischer.
8.12.2003 Baubeginn Jugendbegegnungstätte des Volksbundes
12.03.2005 Jugendbegegnungsstätte eingeweiht, durch Bundespresident Köhler.
2006 Bis 2005 gehörte die Gemeinde zum Amt Ahlbeck bis Stettiner Haff, danach Amt Usedom Süd mit Sitz in Usedom
23.11.2009 Baubeginn Torfgraben Brücke nach Friedrichsthal Polen.
Kamminke Bau Fahrradweg und Parkplatz
6.2010 Bau Fahrradweg nach Friedrichstal bis nach Swinemünde.
ab 4.9.2011 ab 4. 9. 2011 Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Sitz in Greifswald.
11.2014 Hafenzufahrt von Kamminke zum Stettiner Haff wird vertieft.
1.1.2015 Ein Mindestbruttolohn pro Stunde von 8,50 Euro für Angestellte als Lohnuntergrenze wird eingeführt.
16.2.2015 Bürgermeisterwahl annulliert, wegen des Anfangsverdachts der Wahlfälschung.
Weitere Chroniken von Orten auf der Insel Usedom: Chronik Garz und Chronik Swinemünde.