Naturschutzgebiet Golm auf Usedom Buschwindröschen
Naturschutzgebiet Golm auf Usedom Buchenwald

Naturschutzgebiet Golm Kamminke Insel Usedom

Seit dem Jahr 1967 schon zur DDR-Zeit steht der Golm unter Naturschutz. Die Hügel im Hinterland der Insel Usedom am Stettiner Haff soll schon während der Bronzezeit besiedelt gewesen sein. 1860 wurde durch einen Forstarbeiter ein Steinbeil gefunden. Weiteres Zeugnis einer Besiedlung sind Reste eines Burgwalls. Warum unsere Vorfahren gerade diesen Standort gewählt haben könnten, ist Spekulation, ob es der Blick auf die Swinemündung war, die Wasserversorgung aus einer Quelle aus dem Berghang oder einfach nur, weil die Anhöhe gut zu verteidigen war. 1834 wurde auf dem Golm ein Haus im griechischen Stil errichtet. Später entstand auf dem Berg ein einfaches Gartenlokal mit Aussichtsturm, Onkel Toms Hütte genannt. Der Pächter des Lokals war ein Herr Thoms. Die Ausflugsgaststätte entwickelte sich schnell zum beliebten Ausflugsziel in der Umgebung von Swinemünde. Am Golm gab es sogar schon einmal einen Bahnhof bis zum Ende des 2. Weltkriegs unterhalb des Aussichtsbergs auf Swinemünde. Ende 1943 wurde das Lokal geschlossen und der Golm wurde Soldatenfriedhof. Swinemünde war ein Marinestützpunkt und in der Umgebung gab es mehrere große Munitionslager. Nach dem 12. 3. 1945 wurde der Golm zu einem der größten Kriegsopferfriedhöfe in Deutschland. Vermutlich über 10000 Menschen fanden auf dem Berg ihre letzte Ruhe. Sie starben durch Kriegseinwirkungen, Bombenangriff in Swinemünde. Näheres siehe unter Kamminke Gedenkstätte linke Schaltleiste. Der Golm ist mit herrlichen, rund 150 Jahren alten Buchen bewachsen.

Swinemünde Polen Mietwohnungen

Blick vom Golm in Richtung Wohnblöcke, welche zu sozialistischen Zeiten als Mietwohnungen in Swinemünde gebaut wurden. Die Wohnhäuser haben mehrere Stockwerke und überragen die anderen Wohnhäuser. Naturfreunde können mit etwas Glück den Seeadler und den Uhu beobachten. Die seltene Eulenart hat es viele Jahre auf der Insel Usedom nicht mehr gegeben. 1990 wurden die ersten Uhus auf der Insel Wollin von Mitarbeitern des polnischen Nationalpark Wollin ausgesetzt und einige zeit später sollen die Eulen am Golm beobachtet worden sein.

Blick vom Golm auf Friedrichstal

Blick auf Kleingartenanlage Friedrichsthal. Die Kleingärten werden hauptsächlich von Einwohnern Swinemünde genutzt. Im Hintergrund können sie den Hafen Swinemünde sehen. Ein Spaziergang auf dem Golm erfreut heute so manchen Naturliebhaber. Vom Golm bei Kamminke können sie auf die Pommersche Bucht blicken mit der Steilküste auf Wollin bis zum Strand Misdroy.

Blick vom Golm auf Swinemünde Usedom

Blick auf Swinemünde vom 69 m hohen Golm. Über die Höhe gibt es in der Literatur über den Berg unterschiedliche Angaben. Wer mit dem Auto anreisen möchte, unterhalb des Wanderberges befindet sich ein kleiner Parkplatz für Besucher an der Gedenkstätte. Eine Idee für einen Ausflug in das Fischerdorf Kamminke ist, man stellt das Auto im Hafen ab und macht einen Spaziergang durch das Haffdorf zum Aussichtsberg.

Unterhalb vom Golm in der Nähe der ehemaligen Haltestelle der Eisenbahn befindet sich eine Quelle, die in der Vergangenheit zur Herstellung von Limonaden genutzt wurde. Nur noch ein kleiner gemauerter Eingang zeugt von der Nutzung einer Quelle am Golm.