Engelsburg Swinemünde Fort Aniola Swinoujscie Polen

Ansicht: Mobil | Klassisch

Diese Festungsanlage befindet sich in der Nähe vom Hafen an der Swine. Der Name Engelsburg ergibt sich aus dem Volksmund, das Aussehen der Festung ähnelt einem monumentalen Grabmal des römischen Kaisers Hadrian. In Polen wird die Anlage als Fort Aniola bezeichnet. Erbaut wurde die Anlage von 1854 - 58. Die Festung diente zum Schutz vom Hafen Swinemünde und des Hinterlandes vor Angriffen aus Richtung Ostsee. Insgesamt besitzt die Festung 24 Schießscharten für leichte Waffen auf drei Etagen. Die Eingangstüren vom Fort sind aus dickem Stahl gefertigt. Der Rundbau hat drei Etagen. Die obere Etage diente als Aussichtsplattform. Die Verteidigungsanlage war durch eine Schmalspurbahn mit den anderen Teilen des Westforts verbunden. Davon ist heute aber nichts mehr zu sehen.

Engelsburg Swinemünde
Eingang zur Engelsburg in Swinemünde.
Swinemünde Festung Engelsburg
Im Inneren der Festungsanlage am Hafen.

Der äußere Erdwall ist noch vorhanden. In dem Schutzwall waren Bunker für Waffen und das Bedienungspersonal angelegt worden. Das Luftabwehrkommando der deutschen Luftwaffe von Swinemünde befand sich im Haus bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Danach diente die alte Festungsanlage der russischen Ostseeflotte als Kommandoleitstelle. Im Hafen lagen damals viele Kriegsschiffe der baltischen Rotbannerflotte bis zum Abzug aus Swinemünde. Auf dem Dach befand sich während der Stationierung der sowjetischen Flotte eine große Antenne.

Swinemünde Festung an Swinemündung
Hafenfestung Swinemünde. Das Gebäude war früher von einem doppelten Wassergraben umgeben.
Engelsburg Swinemünde Polen
Oben auf dem Turm befinden noch sich der Antennenturm von der Roten Armee.

Der Aussichtsturm kann besichtigt werden. Im oberen Bereich befand sich die Beobachtungsplattform und der Befehlsstand für gesamte Festung in Swinemünde. Im Turm hat auch der Festungskommandant gewohnt. Auf der Insel Wollin auf der östlichen Seite befindet sich die Ostfestung Swinemünde. Dort befindet sich auch ein öffentliches Museum. Auf Usedom liegt das Westfort an der Swine.

Swinemünde Polen Kunstmaler
Am Eingang der Hafenfestung saß ein Kunstmaler. Die Bilder kann man kaufen.
Swinemünde Festung heute Museum
Die Sehenswürdigkeit in Swinemünde entwickelt sich von einer kriegerischen Burg, zu einer friedlichen Künstlerburg.

Nach dem Abzug der sowjetischen Armee 1992 erfolgte die touristische Nutzung der Engelsburg. Bei unserem Besuch verkaufte ein Maler Gemälde von der Festung und von Swinemünde. Sie können im Restaurant in der Festung Kaffee trinken. Ein kleines Museum informiert über die Geschichte der Engelsburg. Bei unserem Besuch wurde Bernsteinschmuck in der Burg verkauft.

Fort Aniola Schießscharte
Türen aus Stahl schützen die Schießscharten.
Angelsbur4g Swinemünde Bunker
Bunker im Erdwall um Fort Aniola.

In der Zwischenkriegszeit sollen alle Öffnungen für die Chemische Kriegsführung abgedichtet worden sein. Die Engelsburg wurde auch als Werk 3 bezeichnet. Das Fort hatte den Grundriss eines Fünfecks.

Festung Polen Verteidigungsanlagen Backstein aus Ueckermünde
Zum Bau wurden Steine aus Ückermünde verwendet. Deutlich sind die Stempel im Backstein zu sehen.
Parkplatz Fort Aniola
Kostenlose Parkplätze am Museum

Das Fort Aniola macht einen gepflegten Eindruck. Der Pächter oder Besitzer hat viel Kraft in die Ausstellung investiert.

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Ein Besuch des Museums lohnt sich auch für Familien mit Kindern. Besonders an Geschichte und Militärarchitektur interessierte werden auf ihre Kosten kommen. Der Eintritt lohnt sich. Das Fort Aniola wird für Ausstellungen und Musik genutzt. Es wird ein geringer Eintrittspreis verlangt. Über die Öffnungszeiten informieren sie sich am Besten vor Ort. Für Besucher ist ein Parkplatz vor der Engelsburg Swinemünde vorhanden.