Usedom und Wollin

Wie die Seiten es drucken

Der Usedomer Hafen: ein Tag auf dem Wasser

Die Seite zum Usedomer Hafen listet den Hafen, die Liegeplätze und die Bootsplätze. Sie listet sie als Arten von Ort, nicht als gezählte Menge. Eine Zahl der Plätze steht nicht dabei, und diese Notiz erfindet keine.

Ein Tag auf dem Wasser, vom Aufenthalt an der Küste aus, bleibt deshalb ein Tag ohne Inventar. Man weiß, dass es einen Hafen gibt und dass Boote dort liegen können. Man weiß nicht, wie viele, in welcher Reihe, zu welchem Preis.

Stadthafen Usedom
Stadthafen Usedom.

Drei Namen, keine Summe

Hafen, Liegeplätze, Bootsplätze. Drei Wörter, und die Seite stellt sie hin, ohne eine Summe darunter. Liegeplatz und Bootsplatz sind nah beieinander und werden nicht zu einem Wort zusammengezogen. Die Seite hält sie getrennt, also bleiben sie getrennt.

Eine Summe wäre schon eine Behauptung. Zehn, zwanzig, hundert: keine dieser Zahlen steht auf der Seite, und keine wird hier eingesetzt, auch nicht als ungefähre Größe. Ungefähr wäre immer noch eine Zahl.

Der Hafen ist der übergeordnete Name. Die Plätze sind das, was die Seite darunter aufzählt, ohne dass die Aufzählung in dieser Notiz als vollständige Marina-Karte wiederholt werden könnte. Wir haben die Kategorien, nicht die einzelnen Stege mit Namen.

Wer die Seite zitiert, zitiert die drei Kategorien. Wer eine vierte Kategorie ergänzt, einen Kran, eine Werft, eine Tankstelle, schreibt eine andere Seite.

So bleibt der Hafen ein Ort mit Booten und ohne Statistik. Das genügt, um ihn von einem reinen Badestrand zu unterscheiden, und es genügt nicht, um einen Liegeplatz zu buchen.

Liegeplätze ohne Anzahl

Liegeplatz heißt: ein Boot kann festmachen. Die Seite sagt das durch das Wort selbst und sagt nicht, für welche Bootslänge, welche Breite, welchen Tiefgang. Diese drei Maße fehlen gemeinsam.

Es fehlt auch die Frage, ob ein Platz frei ist. Ein Belegungsstand wäre eine Zahl zu einem Zeitpunkt. Die Seite hat keinen Zeitpunkt und keine Zahl. Sie ist keine Hafenmeisterei.

Ein Preis pro Nacht, eine Saisongebühr, ein Stromanschluss: nichts davon ist gedruckt. Das Fehlen des Preises ist dasselbe Schweigen, das andere Seiten dieses Archivs bei Orten halten, die sie nur benennen. Der Hafen wird benannt und gegliedert, nicht tarifiert.

Auch ein Name eines einzelnen Stegs fehlt in dem, was wir sicher haben. Die Seite listet Plätze, und die Notiz wiederholt nicht erfundene Stegnamen. Liste heißt hier Kategorien, nicht ein Katalog mit Nummern.

Wer anlegt, muss die Zahl anderswo erfragen. Die Seite des Archivs ist nicht die Stelle, die sie nennt. Auch eine Warteliste, ein Funkkanal oder ein Hafenmeister mit Namen steht hier nicht. Die drei Kategorien bleiben ohne Personal und ohne Nummer.

Bootsplätze, ebenfalls ohne Zahl

Bootsplatz steht neben Liegeplatz und ist nicht dasselbe Wort. Die Seite benutzt beide. Sie erklärt den Unterschied nicht. Diese Notiz erklärt ihn auch nicht, weil eine Erklärung eine Definition wäre, die nicht gedruckt ist. Vielleicht sind es zwei Wörter für eine Sache, vielleicht zwei Sachen. Die Seite entscheidet das nicht laut.

Deshalb werden die beiden Wörter nicht zusammengezählt. Zusammenzählen würde voraussetzen, dass sie verschiedene Mengen sind, oder dass sie dieselbe Menge doppelt nennen. Beides wäre eine Entscheidung. Die Entscheidung bleibt offen.

Ein Bootsplatz ohne Zahl ist für einen Gast am Wasser immer noch eine Auskunft: es gibt Plätze für Boote, nicht nur einen Strand. Die Auskunft hört dort auf. Sie wird kein Hafenführer mit Revier, Tonne und Fahrwasser.

Fahrwasser, Tonne, Leuchtfeuer: keines dieser Wörter wird hier ergänzt. Wenn die Seite sie nicht in den sicheren Befund hebt, bleiben sie draußen. Der Befund sind die drei Kategorien.

Ein Tag auf dem Wasser kann mit diesem Befund beginnen und kann mit ihm nicht enden. Das Ende, die konkrete Box oder der konkrete Pfahl, steht nicht im Text.

Ein Tag ohne Fahrplan

Ein Tag auf dem Wasser braucht, im wirklichen Leben, eine Uhrzeit, ein Boot, vielleicht einen Schlüssel. Die Seite liefert keine Uhrzeit. Sie sagt nicht, ab wann der Hafen betreten wird, und nicht, ob der Aufenthalt am Morgen oder am Nachmittag dorthin führt.

Das Boot selbst ist nicht das Boot des Archivs. Die Seite vermietet keines, und sie nennt keinen Verleiher. Ein Gast, der kein eigenes Boot hat, findet hier keinen Satz, der ihm eines gibt. Die Plätze setzen Boote voraus und beschaffen sie nicht.

Auch das Wetter fehlt. Ein Tag auf dem Wasser ohne Windangabe ist ein Tagesname, kein Segelplan. Die Notiz lässt den Namen stehen und schreibt keinen Wind dazu.

Vom Aufenthalt aus heißt: man ist schon an der Küste, der Hafen ist ein Ort desselben Tages, nicht die Eröffnung eines neuen Urlaubs in einer anderen Stadt. Die Stadt ist die Stadt Usedom, weil die Seite vom Usedomer Hafen spricht. Eine zweite Übernachtung wird nicht verlangt.

So ist der Tag beschreibbar, ohne belegt zu sein. Beschreibbar als Möglichkeit. Nicht belegbar als Programm mit Abfahrt.

Was in derselben Stadt und am selben Wasser schon steht

Der Schlossberg derselben Stadt ist ein Hügel mit Blick, kein Wasser. Die Seite zum Schlossberg und zum Aufenthalt nennt Otto von Bamberg und nennt keine Liegeplätze. Hügel und Hafen teilen die Stadt und teilen keine Zahl.

Weiter an der Küste hat das Archiv eine Promenade schon für sich. Die Promenade in Ahlbeck wird hier nicht beschrieben. Sie ist ein anderer benannter Rand, kein Steg dieses Hafens. Die Seite zum Hafen sagt nicht, dass Ahlbeck zu seinen Plätzen gehört.

Eine Hubbrücke ist wieder ein anderes Stück Wasserbau. Die Hubbrücke Karnin bleibt auf ihrer Seite. Sie ist keine Einfahrt, die der Hafen-Text beschreiben würde. Wer die Brücke sucht, sucht sie dort.

Auch ein See liegt im Archiv schon als eigene Notiz. Der Schloonsee am Sackkanal ist Binnenwasser, nicht der Hafen. Ihn hier nachzuerzählen würde zwei Gewässer zu einem machen. Die Seiten halten sie auseinander.

Vier Nachbarseiten, vier andere Namen. Der Hafen bleibt bei seinen drei Kategorien.

Was sich an die Liste nicht hängen lässt

Nicht hängen lässt sich eine Anzahl. Nicht hängen lässt sich ein Preis. Nicht hängen lässt sich ein Verleiher, eine Uhrzeit, eine Bootslänge. Wer eines davon braucht, braucht eine andere Quelle, und diese Quelle ist nicht die Schlossberg-Seite und nicht die Promenade.

Hängen lässt sich nur der Satz, den die Seite hergibt. Es gibt den Usedomer Hafen. Es gibt Liegeplätze. Es gibt Bootsplätze. Gezählt werden sie hier nicht.

Ein Tag auf dem Wasser ist damit angekündigt und nicht geplant. Angekündigt durch die drei Wörter. Ungeplant, weil kein viertes Wort die Stunde nennt.

Die Notiz schließt mit dieser Grenze. Sie ist absichtlich eng, weil die Seite eng ist. Ein erfundener Hafenplan wäre länger und wäre falsch.

Wer schon an der Küste wohnt, für eine Nacht oder für eine Woche, kann den Hafen als einen der Orte dieses Aufenthalts öffnen. Er kann ihn nicht als Tabelle mit freien Plätzen öffnen. Die Tabelle gibt es auf dieser Seite nicht.